September 2010: Tag der offenen Tür 2010

Tag der offenen Tür 2010

Entspannt und sicher ins Mutterglück - Großer Andrang am Tag der offenen Tür im Kreißsaal des Klinikums

 

Einen großen Ansturm erlebte am Samstag der Kreißsaal im Klinikum St. Elisabeth. Viele junge Paare in der Familiengründungsphase informierten sich am Tag der offenen Tür über moderne Geburtshilfe - eine Mischung aus Wellness und Hightech. Angenehm überrascht waren die Schwangeren vor allem von der Wohlfühl-Atmosphäre in den drei farbenfrohen Entbindungsräumen: Bei gemütlichem Kerzenlicht, südländischem Orangenduft, sanftem Meeresrauschen oder beruhigendem Vogelgezwitscher können Frauen möglichst entspannt und gleichzeitig möglichst sicher ihr Kind zur Welt bringen.

 

Als familienorientierte Geburtshilfe lässt sich die Entbindungsstation kurz beschreiben. Dafür steht das Team aus neun Ärztinnen und Ärzten, zehn Hebammen und 17 Schwestern, das die werdenden Eltern in der Schwangerschaft, während der Geburt und in den Tagen danach begleitet. Rund um die Uhr befinden sich mindestens eine Hebamme, ein Frauenarzt und falls nötig ein Narkosearzt im Kreißsaal. Eine häufig gestellte Frage der gut 300 Besucher am Samstag lautete: „Was passiert, wenn alle drei Entbindungsräume belegt sind?" Diese Sorge kann Hebamme Karin Mittermeier-Ruppert zerstreuen: „Bei uns hat noch keine Frau im Gang entbinden müssen." Bei Bedarf werde in Wehenräume ausgewichen. „Wir hatten auch schon fünf Babys an einem Tag", erzählt die Hebamme. Etwa 600 Kinder kämen im Jahr im Klinikum St. Elisabeth zur Welt. Mädchen und Buben hielten sich zum Jahresende immer fast die Waage.

 

In den drei farbig gestalteten Kreißsälen erinnert nichts an einen nüchternen OP-Saal. „Wohlfühlen steht im Vordergrund. Die Technik ist da, aber dezent im Hintergrund", sagt Karin Mittermeier-Ruppert. „Jede Frau bekommt ihren Raum." Sie kann die Musik und den Duft auswählen und es sich gemütlich machen. Nelken- oder Zimt-Aromaöle regten die Wehentätigkeit an. Lavendel und Rose wirkten entspannend. „Von der Wassergeburt bis zum Wunschkaiserschnitt machen wir alles." Im Rahmen des medizinisch Möglichen werde auf die Wünsche der Frau eingegangen. Das Kind könne auch auf dem Gebärhocker (im Sitzen) oder im Vierfüßlerstand zur Welt gebracht werden. Die ambulante Geburt wird ebenfalls angeboten; etwa vier Stunden nach der Entbindung können Mutter und Kind das Klinikum verlassen. Ein Entspannungsbad, homöopathische Mittel, Aromatherapie oder Medikamente erleichtern die Schmerzen.

 

„Die Frauen beschäftigen sich immer früher mit der Entbindung", hat die Hebamme in den vergangenen Jahren beobachtet. Der Partner werde immer stärker einbezogen. „Kinderkriegen ist nicht nur Frauensache." Für Männer besteht die Möglichkeit, nach der Geburt im Familienzimmer auf der Entbindungsstation zu übernachten. Und: „Das Körperbewusstsein der Frauen ist gestiegen. Die Frauen zelebrieren ihre Schwangerschaft." Bauchmasken passen sehr gut in diese Entwicklung. Die beliebten Gipsabdrücke werden im Rahmen eines umfangreichen Kursprogramms von den Hebammen ebenso angeboten wie zum Beispiel Geburtsvorbereitung (einzeln oder mit Partner), Stillvorbereitung, Säuglingspflege, geburtsvorbereitende Akupunktur, Babyschwimmen, Babymassage, Rückbildungsgymnastik sowie Betreuung im Wochenbett.

  

Lesen Sie hier den dazu veröffentlichten Zeitungsartikel aus dem Straubinger-Tagblatt